20. Mai 2020
Eine aktuelle US-Studie zeigt, dass drei von vier Gichtpatienten eine arterielle Hypertonie, sieben von zehn eine chronische Niereninsuffizienz haben, 50 % sind adipös, jeder Vierte leidet an einem Diabetes, 14 Prozent hatten bereits einen Myokardinfarkt, 10 Pro-zent einen Schlaganfall und 11 Prozent haben eine Herzinsuffizienz.
Für all diese Patienten bringt der Einsatz von NSAR, wie z. B. Diclofenac, ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt mit sich.

02. Mai 2020
Genforscher haben 18 Genorte entdeckt, die mit erhöhten Harnsäurewerten in Zusammenhang stehen. Als ein nächster Schritt könnten Mittel oder Wege entstehen, die das hierdurch erhöhte Risiko für eine Gichterkrankung mindern oder sogar ausschließen.
Hierfür sind viele Jahre gezielte Arbeit und viele weitere Erfolge in Wissenschaft und Forschung im Bereich Gicht erforderlich – doch kann die genetische Disposition auch heute durch regelmäßige Überprüfung und Stabilisierung der Harnsäurewerte im Blut unter 6,0 mg/dl überwunden werden.

11. April 2020
Der kostenfreie Purinrechner der Deutschen Gichtliga wird auch in Zukunft für alle interessierten Patienten und deren Angehörige frei zugänglich bleiben – die durch das neue DVG (Digitale Versorgungsgesetz) ermöglichte Rezeptierung von Apps mit positiven Versorgungseffekten, würde den Bereich der Nutzer des Purinrechners im Widerspruch zu den Zielen der Deutschen Gichtliga eher einschränken als erweitern.

20. März 2020
Wegen des weitaus besseren Risiko-Nutzen-Verhältnisses von Colchicin gegenüber den für die Behandlung von Gicht bisher als Mittel der ersten Wahl empfohlenen NSAR wie z. B. Diclofenac, hat das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel) die Arzneimittelzulassung von Colchicin geändert:

Im Gegensatz zur bisherigen Regelung gilt, dass bei einer Arzneimittelverordnung zur Behandlung eines akuten Gichtanfalles NSAR nicht mehr der Vorzug vor Colchicin gegeben werden soll, die individuelle Situation des Patienten entscheidet.