Informationen zur Ernährung

Die 7 goldenen Regeln bei Gicht

Wissen ist Macht und fördert Gesundheit

Die Ligen der europäischen, britischen und der US-Rheumatologen sind die wissenschaftlichen Verbände derjenigen Ärzte, die kontinuierlich aktualisierte Richtlinien erarbeiten, die Ärzten in der ganzen Welt die Sicherheit geben, ihre Patienten immer nach dem neuesten Stand der Wissenschaft zu behandeln.

Deren aktuellen Richtlinien zum Thema Gicht basieren auf sieben goldenen Regeln, welche die Chancen von Gichtpatienten für ein beschwerdefreies Leben drastisch erhöhen:

  1. Bei einem akuten Gichtanfall nicht eine Minute zögern, sondern sofort zum Arzt. Je früher die Diagnose gestellt ist und die Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen für die Verhinderung von Rezidiven.
  2. In der Praxis im Rahmen der Patientenaufklärung solange Fragen stellen, bis alle Antworten zur Entstehung und Therapie des akuten Gichtanfalles, sowie der Vorbeugung vor Rezidiven und chronischer Gicht verstanden sind.
  3. Purinarme Ernährung ist der Schlüssel zum therapeutischen Erfolg. Sie funktioniert nicht auf der Basis von Schätzungen zu in der Nahrung enhaltenen Purinwerten – 400 mg Harnsäure pro Tag sind die Obergrenze dessen, was dem Körper eines Gichtpatienten zugeführt werden darf. Siehe Purinrechner.
  4. Alkohol hemmt die Ausscheidung von Harnsäure und treibt somit die Harnsäurewerte nach oben – am besten auf Alkohol verzichten. Dies gilt insbesondere für Bier, das selbst auch noch viele Purine enthält und somit doppelten Schaden zufügt.
  5. Medikamente ersetzen nicht – sie ergänzen und unterstützen - die purinarme Ernährung. Je besser die purinarme Ernährung funktioniert, desto seltener bzw. weniger müssen die mit manchmal gravierenden Nebenwirkungen behafteten Medikamente eingenommen werden.
  6. Täglich mindestens 2 Liter Wasser oder Tee trinken.
  7. Sind die Harnsäurewerte wieder im Lot, bedeutet dies nicht das Ende der purinarmen Ernährung – diese muss von Gichtpatienten lebenslang eingehalten werden. Dies bedeutet in keinem Fall Verzicht auf bevorzugte Speisen, sondern rechnen. Optimale Hilfe bietet der Purinrechner.